Mon Dec 22 2025
Strukturierte Übersicht
1. Was bedeutet ein Gesundheits-Check-up?
Ein Gesundheits-Check-up ist eine präventive ärztliche Vorsorgeuntersuchung,
mit dem Ziel:
• Krankheiten frühzeitig zu erkennen
• Risikofaktoren rechtzeitig zu identifizieren
• Gesundheit langfristig zu erhalten
• individuelle Prävention zu ermöglichen
Fokus liegt auf Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Organerkrankungen.
2. Gesetzlicher Gesundheits-Check-up (GKV)
Anspruch nach gesetzlichen Krankenkassen:
• Ab dem 35. Lebensjahr
• Alle 3 Jahre
• In der Regel beim Hausarzt
Sonderregelung:
• Bei Teilnahme an der hausarztzentrierten Versorgung (HzV)
→ je nach Vertrag teilweise alle 2 Jahre möglich
(abhängig von Krankenkasse & regionalem Vertrag)
3. Mindestumfang des gesetzlichen Check-ups
(Kassenleistung – Basisanspruch)
Ärztliches Gespräch / Anamnese
• Vorerkrankungen
• Familiäre Risiken
• Lebensstil (Bewegung, Ernährung, Rauchen)
• Aktuelle Beschwerden
Körperliche Untersuchung
• Blutdruck
• Gewicht, BMI
• Allgemeiner Untersuchungsstatus
Labor (Basis)
• Blutzucker (Diabetes-Risiko)
• Gesamtcholesterin
• Urinstatus (Eiweiß, Blut, Glukose)
Beratung
• Ergebnisbesprechung
• Präventionsempfehlungen
• ggf. Therapievorschläge oder Verlaufskontrollen
Ziel: Erkennen häufiger Volkskrankheiten
4. Grenzen des gesetzlichen Check-ups
Der Kassen-Check-up ist:
• standardisiert
• nicht individualisiert
• begrenzt in Tiefe & Aussagekraft
Er erkennt grobe Risiken,
aber keine feinen Funktionsstörungen oder Frühveränderungen.
5. Erweiterter Gesundheits-Check-up (individuell / IGeL)
Erweiterte Diagnostik (Beispiele)
Herz & Kreislauf
• Ruhe-EKG
• Langzeit-Blutdruck
• Erweiterte Lipidwerte
Stoffwechsel
• HbA1c
• Insulin / HOMA-Index
• Leber- und Nierenparameter
Darm & Immunsystem
• Darmdiagnostik
• Entzündungsmarker
• Mikronährstoffstatus
Hormone & Stress
• Schilddrüsenwerte
• Cortisol / Stressmarker
• Schlaf- und Erschöpfungsabklärung
Bildgebung
• Ultraschall (Abdomen, Schilddrüse)
• ggf. Gefäßdiagnostik
6. Zweck eines erweiterten Check-ups
Ein erweiterter Check-up dient:
• der frühen Risikoerkennung
• der funktionellen Medizin
• der Longevity- und Präventionsmedizin
• der individuellen Gesundheitsstrategie
Nicht nur „Ist etwas krank?“
sondern: „Wie stabil ist Gesundheit?“
7. Für wen ist ein erweiterter Check-up sinnvoll?
• Menschen mit familiären Vorerkrankungen
• Bei Stress, Erschöpfung oder Leistungsabfall
• Bei unklaren Beschwerden ohne klare Diagnose
• Bei Übergewicht oder Stoffwechselrisiken
• Für gesundheitsbewusste Menschen ohne Symptome
• Im Rahmen von Anti-Aging & Longevity
8. Zusammenfassung
Gesetzlicher Check-up:
• Basisvorsorge
• Standardisiert
• Krankenkassenleistung
Erweiterter Check-up:
• Individuell
• Tiefgehender
• Präventiv & ursachenorientiert
Beides sinnvoll – je nach Zielsetzung